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Herzensprojekte zum Weihnachtsfest: Regionale Christbaumproduzenten sammeln Spenden

15.12.2019

In Kluftern wird mit Waffeln und Punsch Geld gesammelt und in Fischbach werden Trösterbärchen für Kinder angeschafft.

von Andrea Fritz

 

Michael Bercher sammelt beim Christbaumverkauf

Von so einem kleinen Teddybaren kann viel Trost ausgehen. Michael Bercher sammelt beim Christbaumverkauf Spenden und sorgt dafür, dass Rettungsdienst und Klinikum mit "Trösterbärchen” versorgt sind. | Bild: Andrea Fritz

 

Die Familien Bercher aus Fischbach und Arnold aus Kluftern produzieren und verkaufen Weitmachtsbäume. Das ist für beide Familien eine vorweihnachtliche Einkommensquelle, aber auch ein großes Familienprojekt, auf das sich die Mitglieder schon lange im Vorfeld freuen. Dass alle mit anpacken, ist da selbstverständlich. In den Pausen sitzt man gern beisammen; die einen im warmen Bauwagen, die anderen in der Waffelwerkstatt.

 

Die Tannen, die Ciaudio Bercher pflanzt, wird er in wenigen Jahren selbst verkaufen

Die Tannen, die Claudio Bercher pflanzt, wird er in wenigen Jahren selbst verkaufen.
Auf dem Harthof steht zwar ein Generationswechsel an, aber an der
Spendenaktion soll sich nichts ãndern | Bild: Andrea Fritz

Meist sind es Stammkunden, die zum Christbaumkauf auf die Höfe kommen, die Auswahl des richtigen Tannenbaums ist oft ein richtiges Familienritual. Da ist es fast schon naheliegend, dass man auf beiden Höfen auch an Kinder denkt, die Weihnachten wenig Grund zur Freude haben. Michael Bercher erinnert sich gut, wie er vor mehr als 20 Jahren anfing, Spenden zu sammeln.

Mit Spenden Operation ermöglicht

Damals hat der Kinderkardiologe Gottfried Röhner am benachbarten Klinikum Spenden für die Operation eines schwer herzkranken Buben aus der Ukraine benötigt. Berchers stellten beim Christbaumverkauf em Kässchen auf und baten ihre Kunden um Spenden fur dieses Projekt. "Er hat jedes Jahr zu Weihnachten ein Kind operiert und immer gesagt, es sei für ihn das Schwierigste, sich für ein Kind zu entscheiden, weil er von dem Geld immer nur eins operieren konnte”, erinnert sich Michael Bercher.

Als Dr. Röhner nicht mehr operieren konnte, haben die Berchers Weihnachtsgeschenke von den Spendengeldern gekauft, Spielteppiche, Holzklötze, Spielzeug fur die Kinder im Klinikum. Bis Michael Bercher eines Tages auf die Idee mit den "Trösterbärchen" kam. Kleine Teddys, die nicht nur im Krankenhaus, sondern im gesamten Rettungsdienst Trost spenden. Sie sind so klein, dass sie sogar im Rettungshubschrauber mitfliegen, im Krankenwagen Platz haben und bei Untersuchungen nicht aus der Hand gegeben werden müssen. "Inzwischen kommen die Bären auch sehr gut bei älteren Menschen an, die alleine sind und noch nie im Krankenhaus waren", sagt Michael Bercher.

Damit jedes Jahr moglichst viele Bärchen angeschafft werden können, runden die Berchers die Spendensumme am Ende immer kräftig auf. Als Stellvertreter des Stadtbrandmeisters denkt Michael Bercher natürlich auch an die Kinder, die von Bränden betroffen sind.

Immer offen für neue Ideen

Auch wenn sich andere Spendengelegenheiten ergeben, wie im vergangenen Jahr, als Diakon Ulrich Föhr Tannenbaumspenden für bedürftige Familien gesucht hat, müssen die Berchers nicht lange überlegen. Sohn Claudio ist aus demselben Holz geschnitzt. Der 22-jährige Student übernimmt nach und nach die Christbaumkulturen, den Verkauf und auch die Spendenaktionen auf dem Harthof in Fischbach. "Wir sind immer offen, wenn jemand mit einer neuen Idee kommt", verspricht er.

 

Eduard Vollmer und Martina Buser in der Waffelwerkstatt auf dem Obsthof Arnold in Kluftern

Eduard Vollmer und Martina Buser in der Waffelwerkstatt auf dem
Obsthof Arnold in Kluftern. Das Ehepaar Wind aus lmmenstaad freut sich
über den ehrenamtlichen Einsatz der Musiker. Für das Paar hat der
Apfelpunsch zum Baumkauf Tradition. | Bild: Andrea Fritz

Neue Ideen haben auch die Arnolds in Kluftern gesucht. Bei ihnen gibt es zum Christbaumverkauf gratis Waffein and Apfelpunsch. Ein Service, den die Kunden sehr zu schätzen wissen, und den sie gerne mit einer Spende belohnen, die dann dem ambulanten Kinderhospizdienst Amalie zugutekommt. "Aber es ist immer eine Menge Arbeit", sagt Bettina Arnold. Als es zu viel wurde, hat sie beim Harmonika-Club Friedrichshafen, wo sie Mitglied ist, um Hilfe gebeten. "Kein Problem", hieß es da. Seit drei Jahren sorgen also die Musikerkollegen für frische Waffeln und heißen Apfelpunsch auf dem Hof.

Aktion ist für alle ein Gewinn

Die Kunden genießen den Service, Amalie darf sich weiter über Spenden freuen und für den Verein bleibt auch immer etwas übrig. "Das ist eine echte Win-Win-Situation", freut sich Vereinskassierer Eduard Vollmer, der selbst eine Schicht in der Waffelwerkstatt schiebt.

 

Quelle: Südkurier-Online, 23.12.2019

 
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